CDD und KYC – Was ist der Unterschied?
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Kurz erklärt
Customer Due Diligence (CDD) und Know Your Customer (KYC) werden im täglichen Sprachgebrauch oft als gleichbedeutend betrachtet. Tatsächlich ist CDD ein zentraler Bestandteil des übergeordneten KYC Prozesses. Der KYC Prozess verfolgt das Ziel, eine vollständige und zuverlässige Datenbasis über einen Kunden zu schaffen, bevor eine Geschäftsbeziehung eingegangen wird. CDD beschreibt innerhalb dieses Prozesses den Schritt, in dem die relevanten Risiken des Kunden eingestuft und bewertet werden.
Customer Due Diligence (CDD) und Know Your Customer (KYC) ähneln sich zwar, sind jedoch nicht identisch. Die Gemeinsamkeit liegt in der erweiterten Identifizierungspflicht.
Know Your Customer
Know Your Customer bedeutet wörtlich „Kenne deinen Kunden“. Dabei ist es erforderlich, bestimmte Angaben über Ihren Kunden zu erfassen, zum Beispiel Name, Geburtsdatum, Anschrift und die eindeutige Feststellung der Identität. Know Your Customer ist einer der wichtigsten und umfangreichsten Bestandteile der geldwäscherechtlichen Sorgfaltspflichten. Ziel des KYC Prozesses ist es, ausreichend Informationen über einen Kunden zu sammeln, um das mit der Geschäftsbeziehung verbundene Risikoniveau beurteilen zu können. Was genau als „ausreichende Information“ gilt, wird in der Praxis häufig diskutiert und ist gesetzlich nicht abschließend definiert.
Der KYC Prozess muss abgeschlossen sein, bevor eine Geschäftsbeziehung aufgenommen wird. Ebenso ist er erforderlich, bevor für einen Kunden ein Konto eröffnet, ein Anlageprodukt erworben oder eine Finanzierung abgeschlossen werden kann.

Customer Due Diligence bezieht sich auf die Bewertung der Risiken, die mit einer Geschäftsbeziehung im Rahmen der geldwäscherechtlichen Vorgaben verbunden sind. KYC dient der Sicherstellung der Qualität der Kundenberatung im Kontext der MiFID und MiFIR.
Customer Due Diligence
Sobald die grundlegenden Kundendaten vorliegen und dokumentiert sind, ist es wichtig, diese Informationen zu überprüfen. Der erste Schritt besteht darin, das Identitätsdokument des Kunden anzufordern und zu verifizieren. Anschließend sind weitere Prüfungen erforderlich. Einige davon sind gesetzlich vorgeschrieben, wie etwa die Ermittlung der wirtschaftlich berechtigten Person sowie der Abgleich mit PEP und Sanktionslisten. Darüber hinaus können weitergehende Prüfungen wie die Bewertung des Länderrisikos oder die Feststellung, ob eine Person als Geschäftsführer disqualifiziert wurde, durchgeführt werden. Die geldwäscherechtlichen Vorschriften verlangen eine risikobasierte Einschätzung des Kunden. Je mehr relevante Informationen vorliegen, desto besser kann diese Einschätzung vorgenommen werden.

CDD ist eine der ersten Maßnahmen im Rahmen der Prävention von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Finanzdienstleister spielen hierbei eine wesentliche Rolle, um Hinweise frühzeitig zu erkennen und bei Verdachtsmomenten die zuständigen Behörden zu informieren. Zwar definiert jede Institution ihr eigenes CDD Verfahren, jedoch immer auf Grundlage der gesetzlichen Vorgaben.
Ein solides CDD Verfahren hilft, Integritätsrisiken zu vermeiden und schützt Unternehmen vor Geschäftsbeziehungen, die das Vertrauen in die Organisation beeinträchtigen oder den Ruf schädigen könnten.
Bei längerfristigen Geschäftsbeziehungen ist es notwendig, das KYC Verfahren regelmäßig zu aktualisieren, um sicherzustellen, dass die Kundendaten weiterhin korrekt und aktuell sind. Kunden müssen kontinuierlich auf mögliche relevante Änderungen überwacht werden. Beispiele dafür sind der Eintritt in ein politisches Amt, wodurch eine Person plötzlich als PEP eingestuft wird, oder internationale Entwicklungen wie eine Neubewertung der Risikolage eines Landes.
Die Prozesse für Customer Due Diligence und Know Your Customer sind durch SCOPE FinTech Solutions vollständig automatisiert.
CDD On Demand
Mit der CDD On Demand Lösung von SCOPE FinTech Solutions können Unternehmen den CDD Prozess erheblich vereinfachen und automatisieren. Anstatt Kunden manuell anhand verschiedener Kriterien zu prüfen, übernimmt CDD On Demand diesen Prozess vollständig. Sie geben lediglich den Namen und gegebenenfalls das Geburtsdatum des Kunden ein, und es wird automatisch geprüft, ob die Person auf PEP Listen, Sanktionslisten oder in negativen Medien erscheint oder ob ein geografisch erhöhtes Risiko besteht.
Darüber hinaus können Suchanfragen auf eine Monitoringliste gesetzt werden, sodass Kunden täglich auf relevante Änderungen überwacht werden. Nach Abschluss einer Compliance Prüfung in der CDD On Demand Lösung erhalten Sie einen beglaubigten Bericht, der als Nachweis gegenüber Aufsichtsbehörden dient. Die Nutzung erfolgt ohne langfristige oder kostenintensive Vertragsbindung.
Sicher ist sicher!